Das Referendumskomitee unterstützt die Absicht, auf der Hoffmatte neuen Wohnraum und ein Pflegeheim zu realisieren. Es lehnt aber die Genehmigung der Zone mit Planungspflicht ZPP Hoffmatte in der vorliegenden Form ab, weil die Überbauung negative Auswirkungen auf das Quartier und die Stadt hat.

Die Abstimmung zur ZPP Hoffmatte betrifft den rechtlichen Rahmen der Überbauung und nicht das Bauprojekt. In der Kommunikation der Stadt Thun und des Pro-Komitees werden Zonenplanänderung und Projekt bewusst immer wieder vermischt. 


Gründe für die Ablehnung

Weshalb wir das Referendum ergriffen haben und die Planung für die Hoffmatte ablehnen:


Nein zu Hochhäusern in Thuner Quartieren

Die Planung nimmt keine Rücksicht auf das bestehende Quartier. Die geplanten Hochhäuser überragen dieses um ein Vielfaches und erdrücken die bestehenden Wohngebäude. Es entsteht ein städtebaulicher Akzent mit grosser Fernwirkung am falschen Ort.

Der Vorstand des Thuner Architektenforum empfiehlt ebenfalls ein Nein zur Zonenplanänderung ZPP Hoffmatte. Die Architekten kritisieren  die ungenügende Einordnung der geplanten Überbauung ins das Orts- und Landschaftsbild und die damit negativen Auswirkungen auf das gesamte Stadtbild (weitere Details in der Jungfrauzeitung).



Nein zu mehr Verkehrschaos in Thun

Die Überbauung mit ca. 300 Parkplätze für die 1. Etappe wird in der Eisenbahnstrasse und in der Folge im Hännisweg und der Pfandernstrasse zu Stosszeiten zu einem unvertretbaren Mehrverkehr führen. Die Eisenbahnstrasse ist bereits heute durch Werkverkehr stark belastet und an verschiedenen Stellen unübersichtlich und eng. Die Schulwegsicherheit wird namentlich an der Kreuzung Hofackerstrasse – Eisenbahnstrasse zusätzlich gefährdet.

Es kann nicht sein, dass in Quartieren der Stadt Thun Projekte realisiert werden, ohne dass die Auswirkung auf den Verkehr vorgängig geregelt werden.



Nein zu schlechter Energieeffizienz

Vorgaben der Stadt Thun betreffend Umwelt, Energie und Mobilität fehlen, und dies trotz dem Label Energiestadt, das Thun in Anspruch nimmt. Gerade auf einem Areal, auf dem die Stadt auf die Planung Einfluss nehmen konnte, hätte Thun seine Verantwortung wahrnehmen müssen, um ein Zeichen für eine nachhaltige Politik zu setzen. Die Hoffmatte ist bei weitem kein Leuchtturmprojekt für nachhaltige, richtungsweisende Überbauungen.

Alle kommunizierten Bauprojektanpassungen vom Investor sind rechtlich nicht relevant.



Nein zu teuren Wohnungen

Die Stadt Thun hat keine Anstrengungen unternommen, damit auf der Hoffmatte bezahlbarer Wohnraum entsteht. Lage und Art der Überbauung lassen darauf schliessen, dass sich die Preise der Wohnungen im oberen Preissegment bewegen werden. Bezahlbarer Wohnraum für durchschnittlich verdienende Leute wird nicht geschaffen.



Die 2. Bauetappe wird verschwiegen

Die später geplante Erweiterung der Überbauung (2. Etappe, rot umrandet) auf der Hoffmatte Richtung Bahn am Standort des Firmengebäudes der Hoffmann Neopac (Teil der Wettbewerbsaufgabe von 2015) wird gänzlich verschwiegen. Diese Erweiterung ist wesentlich grösser als die jetzt zur Diskussion stehende Überbauung (zu den 11 Bauten der 1. Phase kommen 16 Bauten in der nächsten Phase). Die Auswirkungen auf den Verkehr und die übrigen Themen werden im Moment ausgeblendet.



Unsicherheit und Sachzwänge im Stadtrat

Sowohl der Stadtrat wie auch zuvor die Sachkommission Planung und Stadtentwicklung haben in der Debatte und in der Abstimmung über die Planung der Hoffmatte eine starke Unsicherheit verspüren lassen, die sich in den überdurchschnittlichen Enthaltungen (12 beim Stadtrat, 5 Enthaltungen und 3 Ja bei der Sachkommission) deutlich niedergeschlagen hat.

Das Referendumskomitee ist davon überzeugt, dass der Stadtrat trotz aller Zweifel dem Geschäft schliesslich aus folgenden Sachzwängen zugestimmt hat: 
1. weil er eine langjährige Planung im letzten Moment gestoppt hätte, 
2. weil die Stadt Thun der WIA (Wohnen im Alter) nach der unverständlichen Absage an der Weststrasse keine zweite Absage erteilen wollte.


Hoffmatte wird in Zukunft überall sein

Wir sind der Überzeugung:
Hoffmatte wird in Zukunft überall sein!
Thun droht durch Hochhäuser seinen Charme zu verlieren!

Die gleichen Fragen wie bei der Hoffmatte werden in Zukunft auch bei anderen Quartieren in Thun anstehen und beantwortet werden müssen.

Das Referendumskomitee empfiehlt ein NEIN zur ZPP Hoffmatte, weil die vorliegende Planung für die Zukunft der Stadt Thun ein negatives Zeichen setzt.

17 thoughts on “NEIN am 9. Februar 2020”

  1. Guten Tag
    Irre ich mich oder zeigt der Schattenwurf der 3D-Bilder die Sonne im Norden?
    Falls es so ist: der Schattenwurf am 21. Dez. 12:00 wäre sicher bedeutend effektvoller. Ein Kommentar zu den Bildern, damit man weniger herumraten muss, was von wo aus gezeigt wird, wäre ebenfalls hilfreich. Auch eine kleine Fotomontage mit Blick z.B. aus dem Lindeneggweg Richtung Alpen wäre emotional sicher ansprechend.
    Weiter fehlt mir ein Hinweis darauf, dass die umgebende Zone vom Neubauareal nicht auch auf mindestens W6 aufgewertet wird, damit die Besitzer wenigstens in dieser Art „entschädigt“ werden.
    Ansonsten: viel Erfolg!

  2. Sehr geehrte Damen und Herren
    Der Sonnenuntergang wird sich sicher um 2 -3 Stunden verschieben für die lieben altansässigen Anwohner hinter den geplanten Silos.

  3. Ist wie beim Fliegen – jeder tut es, aber keiner will den Lärm.

    Thun braucht neue Wohnungen, Thun braucht Platz für die Senioren – aber keiner will sie haben.
    Jammern und sich um sein eigenes Gärtlein kümmern kann jeder – aber an die Gemeinschaft denken und etwas für die Zukunft tun, das braucht Pfupf im Füdli!
    Das Projekt verbindet gekonnt Bestehendes mit Neuem, setzt auf wertige Materialien und berücksichtigt die Umwelt. So sollte heute jeder planen!

    1. Sehr geehrte Frau Frau Moser
      Wie oben auf dieser Seite geschrieben, geht es bei dieser Abstimmung nicht ums Bauprojekt sondern um die Zonenplanänderung.
      Unter dem Menüpunkt „Vorgaben ZPP“ sind die von der Stadt definierten Vorgaben aufgeführt.
      Dort ist nichts betreffend Nachhaltigkeit zu finden.
      Genau das bemängeln wir, wir wollen einen Zonenplan der die wichtigen Details festhält.

      Hätte die Stadt Thun und der Investor in der Gemeinschaft gedacht, mit den Quartierbewohnern auf Augenhöhe gesprochen und Ihre Anliegen ernst genommen, hätte es dieses Referendum gar nie gegeben.

    2. Es könnte sogar mehr als nur 1 Altersheim geben….👍👍👍
      Warum nicht???
      Es geht NICHT um “ kein Altersheim“ oder „keiner will sie“………….!
      Ich ❤ ältere Leute!
      Deshalb sehe ich sie nicht gerne umzingelt von Hochhäusern….
      Sie, die Thun, die Schweiz geprägt und erschaffen haben…….

    3. <<Ist wie beim Fliegen – jeder tut es, aber keiner will den Lärm.<<

      Nein, weder beim Fliegen noch bei diesem Referendum ist das so! Beim Fliegen geht es nicht um "das ob", sondern um das "wie viel". Genau wie bei diesem Bauprojekt

      <<Thun braucht neue Wohnungen, Thun braucht Platz für die Senioren – aber keiner will sie haben.<<

      Doch! Schon wieder liegen Sie falsch! Das bestreitet hier niemand. Sie beschwören hier einen Zustand herauf, der gar kein Problem ist…

      <<Jammern und sich um sein eigenes Gärtlein kümmern kann jeder – aber an die Gemeinschaft denken und etwas für die Zukunft tun, das braucht Pfupf im Füdli!<<

      1.) Jammern Sie jetzt über die angeblichen "Jammeri"…?
      2.) Auch dieses Referendum (-skomitee) denkt an die Zukunft – an eine "bessere" Zukunft. Eine andere als sie anscheinend.
      3.) Sagen Sie hier die Macher dieser Seite haben keinen "Pfupf im Füdli"…? Woher wissen Sie das?

      <<Das Projekt verbindet gekonnt Bestehendes mit Neuem, <<

      Finden Sie das Einfamilienhäuser mit 10m Höhe gekonnt verbunden werden, wenn Sie neben einem 29,9m hohen Haus stehen mit etwa der sechsfachen Grundfläche? Urteilen Sie selbst.

      <<berücksichtigt die Umwelt<<

      Aha. Und wo sollen alle die Autos durchfahren? Etwa durch die 30er Zone bei der Eisenbahnstrasse, im Hännisweg?
      Und wo ist eine Buslinie? Aha, jeder der dann von diesem Projekt nach der Phase 2 den ÖV nutzen will (auf dem Geländer der jetzigen Neopac wohnt, vielleicht 1'000 Leute), der läuft dann über den relativ ruhigen Wohlhausenweg oder den relativ ruhigen Lindeneggweg oder beim Schulhaus Obermatt durch… zu den Bushaltestellen Seeblick oder Camping! Zur Umwelt und dem Umweltschutz gehört auch so etwas wie Lärmschutz oder Ruhe und wenig Leute! Das ist dann aber im Gwatt nicht mehr im gleichen Maase gegeben!

  4. Wie soll die Erschließung über Hännisweg Unterführung/ Eisenbahnstrasse funktionieren? Diese ist nur im Einbahnverkehr passierbar. Rückstau bis zur Kreuzung ist jetzt schon der Fall! Über Gwattstrasse / Hännisweg wird es nicht besser…
    Wieso werden nicht ZUERST die Erschliessungen gemacht und DANN gebaut?

  5. Im Rahmen der bereits vorliegenden Resultat des Raumplanungsgesetzes (https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home/uvek/abstimmungen/abstimmung-raumplanungsgesetz.html) kann resp. sogar muss verdichtet gebaut werden. Daher sollten solche Zonenplanänderungen und auch Projekte dringend umgesetzt werden. Ansonsten stösst die Stadt (nicht nur in Thun) irgendwann auf einen Stillstand im Bereich des Wohnungsbaus und verfügbarem Bauland.
    Die Argumentation um die Problematik des Verkehrs (ob Individual oder ÖV) muss aber respektiert und die Fahrwege und Linien entsprechend ausgebaut werden.
    Zum Punkt Höhe und Veränderung der Silouette… Es ist ja nicht so als wäre Schoren/Gwatt das schönste und das best-geplanteste Stadtviertel der Stadt Thun. Es wurde Industrie mit EFH’s gemischt.
    Von da her sehe ich jetzt, falls hübsche Gebäude platziert werden, eine Aufwertung der Siloutte und keine Abwertung.

    1. Schoren war mal ein schönes Dorf – oder ist es immer noch im alten Kern ums Schulhaus und Schoreneiche! Leider hat die Stadt ihre liebe Mühe mit schöner Stadt- und vernünftiger Verkehrsplanung! Darum: machen wir es nicht noch schlimmer und stimmen NEIN!

    2. Hallo Herr oder Frau Petriks

      <<Im Rahmen der bereits vorliegenden Resultat des Raumplanungsgesetzes (…) kann resp. sogar muss verdichtet gebaut werden.<<

      Ja das stimmt schon. Das heisst aber nicht, das generell einfach alles gebaut werden soll, egal wie schlecht es ist…!

      <<Daher sollten solche Zonenplanänderungen und auch Projekte dringend umgesetzt werden.<<

      1.) Nein das sollten sie nicht! Wenn schlechte Bauprojekte vorliegen, sind da andere schuld aber sicher nicht die Leute, die das Referendum ergriffen haben!
      2.) Siehe oben. Schlechte Projekte sind nicht zu fördern!

      <<Ansonsten stösst die Stadt (nicht nur in Thun) irgendwann auf einen Stillstand im Bereich des Wohnungsbaus und verfügbarem Bauland.<<

      Ist es nun dringend oder "irgendwann"?

      <<Zum Punkt Höhe und Veränderung der Silouette… Es ist ja nicht so als wäre Schoren/Gwatt das schönste und das best-geplanteste Stadtviertel der Stadt Thun. Es wurde Industrie mit EFH’s gemischt.<<

      1.) Ist es egal wie schön oder nicht schön ein Quartier ist! Das hat hier kein Belang!
      2.) Ist es egal wie gut es geplant ist oder eben nicht! Auf jeden Fall ist es jetzt schlecht geplant! Und damals war es ja laut ihnen auch nicht gerade gut geplant.
      3.) Hat das Quartier rund um die Hofackerstrasse, Obermattweg, Lindeneggweg, den Wohlhausenweg oder den Hemmisweg sehr wohl einen "EFH-Charakter"! Und es ist schön!

      <<Von da her sehe ich jetzt, falls hübsche Gebäude platziert werden, eine Aufwertung der Siloutte und keine Abwertung.<<

      Nochmals, wollen sie ein EFH haben und daneben in 5m Abstand zur Grundstücksgrenze ein 29,9m hohes Gebäude mit der 6 bis 8-fachen Grundfläche des EFH? Wie dumm ist das denn?

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  9. ja tybisch schweiz : halb Afrika in die schweiz umsiedeln zig dausenede Zuwanderer zig dausene billiglohnzuwanderer aus der eu uns usw. diese leute müssen jergendwo wohnen und anstelle in die breite zu bauen ist es doch schleuer in die höhe zu bauen . und noch denn letzten grünnen fleck zu überbauen . oder eben die Zuwanderung wieder selber steuern ink. die Migranten (Flüchtlinge ) die Schweizer haben es ind der hand::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

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