Das Referendumskomitee unterstützt die Absicht, auf der Hoffmatte neuen Wohnraum und ein Pflegeheim zu realisieren. Es lehnt aber die Genehmigung der Zone mit Planungspflicht ZPP Hoffmatte in der vorliegenden Form ab, weil die Überbauung negative Auswirkungen auf das Quartier und die Stadt hat.

Die Abstimmung zur ZPP Hoffmatte betrifft den rechtlichen Rahmen der Überbauung und nicht das Bauprojekt. In der Kommunikation der Stadt Thun und des Pro-Komitees werden Zonenplanänderung und Projekt bewusst immer wieder vermischt. 

Alle kommunizierten Bauprojektanpassungen vom Investor sind rechtlich nicht relevant.

Wir sind der Überzeugung:
Hoffmatte wird in Zukunft überall sein!
Thun droht durch Hochhäuser seinen Charme zu verlieren!
Die gleichen Fragen wie bei der Hoffmatte werden in Zukunft auch bei anderen Quartieren in Thun anstehen und beantwortet werden müssen.


Die Gründe, weshalb wir das Referendum ergriffen haben und die Planung für die Hoffmatte ablehnen, sind:



Nein zu Hochhäusern in Thuner Quartieren

Die Planung nimmt keine Rücksicht auf das bestehende Quartier. Die geplanten Hochhäuser überragen dieses um ein Vielfaches und erdrücken die bestehenden Wohngebäude. Es entsteht ein städtebaulicher Akzent mit grosser Fernwirkung am falschen Ort.



Nein zu mehr Verkehrschaos in Thun

Die Überbauung mit ca. 300 Parkplätze für die 1. Etappe wird in der Eisenbahnstrasse und in der Folge im Hännisweg und der Pfandernstrasse zu Stosszeiten zu einem unvertretbaren Mehrverkehr führen. Die Eisenbahnstrasse ist bereits heute durch Werkverkehr stark belastet und an verschiedenen Stellen unübersichtlich und eng. Die Schulwegsicherheit wird namentlich an der Kreuzung Hofackerstrasse – Eisenbahnstrasse zusätzlich gefährdet. Es kann nicht sein, dass in Quartieren der Stadt Thun Projekte realisiert werden, ohne dass die Auswirkung auf den Verkehr vorgängig geregelt werden.



Nein zu schlechter Energieeffizienz

Vorgaben der Stadt Thun betreffend Umwelt, Energie und Mobilität fehlen, und dies trotz dem Label Energiestadt, das Thun in Anspruch nimmt. Gerade auf einem Areal, auf dem die Stadt auf die Planung Einfluss nehmen konnte, hätte Thun seine Verantwortung wahrnehmen müssen, um ein Zeichen für eine nachhaltige Politik zu setzen. Die Hoffmatte ist bei weitem kein Leuchtturmprojekt für nachhaltige, richtungsweisende Überbauungen.



Nein zu teuren Wohnungen

Die Stadt Thun hat keine Anstrengungen unternommen, damit auf der Hoffmatte bezahlbarer Wohnraum entsteht. Lage und Art der Überbauung lassen darauf schliessen, dass sich die Preise der Wohnungen im oberen Preissegment bewegen werden. Bezahlbarer Wohnraum für durchschnittlich verdienende Leute wird nicht geschaffen.



2te Bauetappe wird verschwiegen

Die später geplante Erweiterung der Überbauung (2. Etappe) auf der Hoffmatte Richtung Bahn am Standort des Firmengebäudes der Hoffmann Neopac (Teil der Wettbewerbsaufgabe von 2015) wird gänzlich verschwiegen. Diese Erweiterung ist wesentlich grösser als die jetzt zur Diskussion stehende Überbauung (zu den 11 Bauten der 1. Phase kommen 16 Bauten in der nächsten Phase). Die Auswirkungen auf den Verkehr und die übrigen Themen werden im Moment ausgeblendet.



4 thoughts on “Über was stimmen wir ab ?”

  1. Guten Tag
    Irre ich mich oder zeigt der Schattenwurf der 3D-Bilder die Sonne im Norden?
    Falls es so ist: der Schattenwurf am 21. Dez. 12:00 wäre sicher bedeutend effektvoller. Ein Kommentar zu den Bildern, damit man weniger herumraten muss, was von wo aus gezeigt wird, wäre ebenfalls hilfreich. Auch eine kleine Fotomontage mit Blick z.B. aus dem Lindeneggweg Richtung Alpen wäre emotional sicher ansprechend.
    Weiter fehlt mir ein Hinweis darauf, dass die umgebende Zone vom Neubauareal nicht auch auf mindestens W6 aufgewertet wird, damit die Besitzer wenigstens in dieser Art „entschädigt“ werden.
    Ansonsten: viel Erfolg!

  2. Sehr geehrte Damen und Herren
    Der Sonnenuntergang wird sich sicher um 2 -3 Stunden verschieben für die lieben altansässigen Anwohner hinter den geplanten Silos.

  3. Ist wie beim Fliegen – jeder tut es, aber keiner will den Lärm.

    Thun braucht neue Wohnungen, Thun braucht Platz für die Senioren – aber keiner will sie haben.
    Jammern und sich um sein eigenes Gärtlein kümmern kann jeder – aber an die Gemeinschaft denken und etwas für die Zukunft tun, das braucht Pfupf im Füdli!
    Das Projekt verbindet gekonnt Bestehendes mit Neuem, setzt auf wertige Materialien und berücksichtigt die Umwelt. So sollte heute jeder planen!

    1. Sehr geehrte Frau Frau Moser
      Wie oben auf dieser Seite geschrieben, geht es bei dieser Abstimmung nicht ums Bauprojekt sondern um die Zonenplanänderung.
      Unter dem Menüpunkt „Vorgaben ZPP“ sind die von der Stadt definierten Vorgaben aufgeführt.
      Dort ist nichts betreffend Nachhaltigkeit zu finden.
      Genau das bemängeln wir, wir wollen einen Zonenplan der die wichtigen Details festhält.

      Hätte die Stadt Thun und der Investor in der Gemeinschaft gedacht, mit den Quartierbewohnen auf Augenhöhe gesprochen und Ihre Anliegen ernst genommen, hätte es dieses Referendum gar nie gegeben.

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